Stiftung Burg Ravensberg - Geschichte und Natur im Teutoburger Wald

Die Burg Ravensberg (Ravensburg) bei Borgholzhausen, Stammburg des Ravensberger Landes

"Essen und Sagen im Burgrestaurant" am 5. November 2016

Zu Beginn erläuterte  Wolfhart Kansteiner an dem Beispiel der Sage von dem Ravensberger Riesen, der den Brunnen säuberte, und von Jesus, der in Begleitung von Petrus den ersten Westfalen erschuf, den Unterschied zwischen Sagen (weltlichen Begebenheiten) und Legenden (geistlichen Begebenheiten) einerseits und Märchen andererseits.

Nach dem Hauptgang las  Armin Bauer aus der Artussage das Kapitel "Artus Jugend und Thronbesteigung" und machte die Bedeutung der Sage als nationalen Mythos deutlich.

Als Beispiel einer klassischen Sage trug Wolfhart Kansteiner gegen Ende der Veranstaltung die Sage von der goldenen Wiege vor, und zwar im Bergfried, also genau an dem Ort, an welchem eine Ravensberger Gräfin die goldene Wiege vergraben haben soll.

Zwischendurch ließen sich die zahlreich erschienen Gäste das klassische westfälische Gericht 'Tafelspitz' und als Nachtisch einen gefüllten Bratapfel munden und wärmten sich nicht nur am Kachelofen, sondern auch an mancherlei heißem oder geistigem Getränk auf.

"Basteln und Kerzenziehen" am 19. November 2016

Das Ravensberger Klassenzimmer war schon gut gefüllt, als noch einige kurzentschlossene Gäste anklopften und natürlich eingelassen wurden. Denn wer kann schon Kindern den Eintritt verwehren? Alle Besucher, denen wir dafür danken, rückten ohne Murren zusammen und und ließen dann die Kinder ans Werk gehen.

Es wurden unter anderem Engelchen gefertigt, Tannenzapfen, Kieferzapfen und Wallnüsse bemalt und natürlich Kerzen gezogen. Es war schon erstaunlich, mit welcher Geduld die Kinder immer wieder nach kurzer Abkühlung auf einem kleinen Rundgang ihre allmählich wachsende Kerze in das heiße Wachsbad eintauchten.

Am Ende verließ jeder junge Handwerker mit seinem kleinen Werk in der Hand oder in der Tasche der Eltern voller Stolz die Burg.