Die Burg Ravensberg - Sanierung
2002 war der Verfall so weit fortgeschritten, dass Teile der Burg aus
Sicherheitsgründen abgesperrt werden mussten. Das Land NRW
wollte sich von der unrentablen Burganlage trennen und suchte
einen privaten Käufer. Um die Burg weiterhin der
Öffentlichkeit zugänglich zu halten, gründeten engagiete Bürger eine gemeinnützige
Stiftung, welche die Burg erwarb. Dank vieler Spenden aus der
Bevölkerung, von Unternehmen und staatlichen Fördergeldern konnte die
Sanierung der Burganlage mit viel ehrenamtlicher Arbeit der Stiftungsmitarbeiter
beginnen.
In
den Jahren 2004-2005 wurde als erstes das ehemalige Wirtschaftsgebäude des
Forsthauses saniert und zum "Ravensberger
Klassenzimmer" ausgebaut, um dem pädagogischen Auftrag der
Stiftung nachkommen und so staatliche Förderung der Maßnahmen
erhalten zu können.
2006 wurde mit den Sanierungsarbeiten des
Bergfrieds begonnen. Sämtliche Fugen des Turmes mussten
freigelegt, ausgekratzt und in mühevoller Handarbeit neu
verfugt werden. Ausgewaschene Hohlräume mussten verfüllt und lose Steine durch
neue, von Hand zugeschnittene, ersetzt werden. Große Bereiche
mussten komplett aus- und wieder eingebaut werden. 2007 konnte
der Bergfried wieder für die Bevölkerung geöffnet
werden.
Archäologische Grabungen
von 2006 hatten ein großes Loch in der Vorburg hinterlassen. Es wieder
zu verschütten kam nicht in Frage, denn die ausgegrabenen
Mauern sollten auch weiterhin sichtbar bleiben. 2007
wurden die Mauern aufwändig saniert und das Grabungsloch
anschließend in ein kleines Freilichttheater umgewandelt.
2008 - 2009 wurde das
Forsthaus innerlich komplett saniert und so umgebaut, dass es
heutigen gastronomischen Anforderungen gerecht wurde. Parallel
dazu wurden die nördlichen Ringmauern ebenso aufwendig
restauriert wie zuvor der Turm.
2010 konnten die Sanierungsarbeiten an
den südlichen Ringmauern der Burg beginnen, während von
Mitgliedern des Heimatvereins Borgholzhausen in mühevollen
Stunden der Brunnen wieder in seinen mittelalterlichen Urzustand
versetzt und die mittelalterliche Fördertechnik wieder gangbar
gemacht wurde.
Im Jahr 2011 konnte mit einem
Sommerfest der vorläufige Abschluss der Sanierungsarbeiten an
der Burg gefeiert werden.
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